Krachende Niederlage der NPD Niedersachsen
24.01.13 22:50 Uhr
Autor: ferkel

Die rechts­ex­tre­me NPD muss­te bei der nie­der­säch­si­schen Land­tags­wahl am 20.Januar 2013 er­heb­li­che Stim­men­ver­lus­te hin­neh­men.

Lan­des­weit er­ziel­te die NPD le­dig­lich 0,8 Pro­zent (29 444 Stim­men), 2008 hat­ten noch 52 896 Wäh­ler (1,5 %) für die rechts­ex­tre­me Par­tei ge­stimmt. Noch dras­ti­scher fiel der Rück­gang bei den Er­stim­men auf 0,2 Pro­zent (6977 Wäh­ler) aus, bei den ver­gan­ge­nen Land­tags­wah­len ver­buch­te die NPD hier 26 012 Wäh­ler­stim­men (0,8 %) für sich. Et­wai­ge Hoff­nun­gen auf staat­li­che Gel­der haben sich für die NPD damit zer­schla­gen.

Ihr bes­tes Er­geb­nis er­reich­te die NPD bei den ak­tu­el­len Land­tags­wah­len im Wahl­kreis (WK) Helm­stedt mit 1,7 Pro­zent bei den Zweit­stim­men und 2,0 Pro­zent bei den Erst­stim­men, ge­folgt vom WK Soltau mit 1,6 Pro­zent. Über 1 Pro­zent lag die NPD noch in fol­gen­den Wahl­krei­sen: Del­men­horst (1,3 %), Os­tero­de (1,3 %), Gos­lar (1,3 %), Celle (1,3 %), Wol­fen­büt­tel-​Süd/Salz­git­ter (1,3 %), Salz­git­ter (1,3 %), Wals­ro­de (1,2 %), Nort­heim (1,2 %), Ein­beck (1,2 %), Bux­te­hu­de (1,2 %), Wil­helms­ha­ven (1,1 %), Elbe (1,1 %), Saarstedt/Bad Salz­detfurth (1,1 %) sowie Win­sen (1,1 %).
 
 
Einen sehr ausführlichen Bericht findet ihr bei der Recherche Nord

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Know your Kamaradschaft
18.01.13 11:29 Uhr
Autor: ferkel

Karte

Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine Übersichtskarte rechtsextremer Gruppierungen in Deutschland erstellt. Bundesweit gibt es dutzende von Netzwerken, die eine flächendeckende Neonaziszene etablieren wollen und dies auch immer wieder mit Gewalt durchzusetzen versuchen.

 

Als sich die Neonazis vom selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrund Ende 2011 enttarnten, reichten die Reaktionen der breiten Öffentlichkeit von Überraschung bis Fassungslosigkeit. Kaum jemand hätte geglaubt, dass es in Deutschland möglich ist, jahrelang unbehelligt durchs Land zu ziehen, dabei 14 Banken zu überfallen, zwei schwerwiegende Sprengstoffanschläge zu verüben und mindestens zehn Menschen zu töten. Der „NSU“ belehrte uns eines Besseren. Der mediale Rummel um Zschäpe, Bönhardt und Mundlos war groß, es wurde über mögliche Unterstützer und Mitwisser spekuliert.

Heute, über ein Jahr nach dem Auffliegen der Zelle ist es bedeutend ruhiger geworden. Die Anklage gegen die vermutlich einzige Überlebende des angeblichen „Trios“ wurde erhoben, verschiedene Untersuchungsausschüsse in Thüringen, Bayern, Sachsen sowie auf Bundesebene bemühen sich bisher vergeblich um Aufklärung. Meldungen über „Pannen“ bei den Sicherheitsbehörden, darüber dass wichtige Daten gelöscht, brisante Akten vernichtet wurden, schaffen es kaum mehr in die Hauptnachrichten. Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, die Versäumnisse des Verfassungsschutzes schockieren uns längst nicht mehr, sie ringen uns höchstens noch ein müdes Schulterzucken ab.

Die Gleichgültigkeit gegenüber der skandalösen Arbeitsweise von Sicherheits- und Ermittlungsbehörden oder die Übersättigung hinsichtlich „neuer“ NSU-Schlagzeilen darf jedoch nicht den Blick auf das eigentliche Problem verstellen. Die Neonazis sind aktiv wie eh und je. In Deutschland sind sie mal mehr, mal weniger sichtbar in Kameradschaften, losen Zusammenschlüssen, in der NPD oder anderen rechtsextremen Parteien organisiert. Von den zahlreichen unorganisierten Neonazis sowie von rechtsextremen Einstellungen in den Köpfen der Menschen ganz zu schweigen.

 

Übersichtskarte rechtsextremer Kameradschaften in Deutschland

Mit der Deutschlandkarte möchten wir auf die Gefahr von Rechts aufmerksam machen, die von einer flächendeckenden Neonaziszene ausgeht. Lokale Kameradschaften oder Zusammenschlüsse „Autonomer Nationalisten“ gibt es bundesweit. Die Übergänge zu regionalen NPD-Gruppen sind dabei meist fließend, auch mit den Ortsverbänden der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) gibt es enge Verflechtungen, häufig ist das „Personal“ sogar identisch.

Die Recherche für eine umfassende Übersicht der deutschen Nazi-Kameradschaften gestaltet sich recht schwierig. In erster Linie sind es die Landesämter des Verfassungsschutzes, die darüber Auskunft geben. Es haben jedoch auch viele lokale Initiativen aus dem Bundesgebiet auf unsere Anfragen geantwortet. Aus den gesammelten Informationen ist die Karte entstanden. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich rechtsextreme Kameradschaften häufig umbenennen, selbst auflösen oder neugründen. Die auf der Karte gelisteten Gruppen können daher nur als „Momentaufnahme“ gewertet werden. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wir nicht. An dieser Stelle ist es wichtig zu betonen, dass verbotene Kameradschaften auf der Karte fehlen. Allein in Nordrhein-Westfalen beispielsweise wurden in 2012 vier einflussreiche Neonazi-Gruppen verboten, darunter die „Kameradschaft Aachener Land“ und der „Nationaler Widerstand Dortmund“.

Karte “Braune Kamerden” der AAS

Besonders hinsichtlich des rechtsextremen Personenpotentials ist die Quellenlage äußerst unspezifisch – die Zahlen basieren ausschließlich auf den Angaben in den Verfassungsschutzberichten für das Jahr 2011. Deshalb sind auch DVU-Mitglieder erfasst. Die rechtsextreme Partei löste sich jedoch im Mai 2012 selbst auf.

 

Braune Kameradinnen

Spätestens seit Beate Zschäpe werden auch Frauen als Akteurinnen in der extremen Rechten wahrgenommen. Sie sind schon lang aktiv, als Mitglieder in gemischtgeschlechtlichen Kameradschaften oder aber in Frauengruppen. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden fast 40 rechtsextreme Frauengruppen/-kameradschaften gegründet, mit unterschiedlicher Größe, regionaler Ausdehnung, Relevanz und Lebensdauer (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, Stand: Januar 2009). Die sichtbaren Aktivitäten von Frauengruppen und vor allem -kameradschaften sind in den letzten Jahren zurückgegangen, viele der Aktivistinnen sind jedoch weiterhin in gemischtgeschlechtlichen rechten Gruppen aktiv. Der Anteil von Frauen in Kameradschaften, Organisationen oder rechten Cliquen bewegt sich, je nach Region und Gruppe, zwischen 10 und 33% (Bitzan 2008).

Die vermeintlich harmlos-völkisch auftretende „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ wurde 2001 gegründet und ist über ihre Regionalgruppen deutschlandweit aktiv. Ihren Regionalgruppen gehören zwischen drei und zwanzig Personen an, die größte Gruppe ist wohl die in der Region Berlin-Brandenburg. Zu berücksichtigen sind auch neue Entwicklungen, wie sie deutlich werden in der überregionalen Initiative „free-gender”: diese ideologisch rechte Gruppe widmet sich vor allem den Themen Feminismus und Gender Mainstreaming als Feindbild.

 

Download der Karte in hoher Auflösung:

http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/kameradschaften-in-deutschland/

 

Quelle: Publikative.org

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ANTIFA.gaming in der Plastic Bomb
15.01.13 10:26 Uhr
Autor: ferkel

Vor einiger Zeit gabs in der Plastic Bomb #79 einen Artikel über unser Projekt. Zwar wurde dieser schon einmal vorgestellt, doch war die Qualität damals nicht besonders gut. Nun, da einige Zeit vergangen ist, hier also der vollständige Bericht, in einer weitaus besseren Darstellung.

(Danke an die Autor*Innen und sanny)

 

 

PlasticBombArtikel

 Klick to view!

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"Nach den Rechten sehen" #6
08.01.13 17:10 Uhr
Autor: ferkel

Ein frohes neues Jahr!!

Und hier eine weitere Auflistung von Nachrichten über rechte Aktivitäten, zusammengestellt von Netz-gegen-Nazis vom 03.01. - 08.01.2013. Bei der Liste handelt es sich um die Schlagzeilen der Artikel, die ihr durch das Klicken auf den beigefügten Link aufrufen könnt.

 

 

 

08.01.2013 
 
Trittbretthass: Hassportal "kreuz.net" unter neuem Namen
NPD-Wahlkampfendspurt in Niedersachsen – Hunderte demonstrieren in Braunschweig
Vorwurf: Akten für NSU-Ausschüsse nicht identisch
The same procedure as every year? Warum in Magdeburg unsere Demokratie verteidigt wird
Verein beobachtet Radikalisierung der Neonazi-Szene in Berlin und Brandenburg
Verfassungsgerichtpräsident: Alte NPD-Akte bleibt zu
Kahane hält NPD-Verbotsantrag für falsch
Neonazis in Frankfurt: "Ich bring' dich um!"
Aussteiger-Programm in NRW: Nicht jeder Neonazi meint es ernst
Attacke in Berlin: "Der Angriff erfolgt, um das Opfer zu vernichten"
Anstieg rechtsextremer Gewalt in Hamburg
Zersplittertes "pro"-Spektrum
Prozess in Delmenhorst: Neonazi wegen Körperverletzung angeklagt
"Mobil für Demokratie" erneut in Brandenburg unterwegs
Ungarn: "Tag der Ehre" mit deutschem Rechtsrock

 


07.01.2013
 
Demonstration gegen Rassismus vor Berliner Diskothek nach Überfall auf Kenianer
Niedersachsen: NPD plant Aufmärsche vor der Landtagswahl
Berliner Neonazis verprügeln sich gegenseitig
Magdeburg: Nazi-Aufmarsch soll Geschichte werden
"Spiegel": NRW half 130 Neonazis beim Ausstieg
Sachsen-Anhalt: NPD-Landesverband verliert seine Basis
Der rechte Haken: Neonazis im Breitensport
Thomas Kuban im Interview: "Sie lassen sich von Nazis verarschen"
Zweite jüdische Organisation kritisiert Augstein
Woidke: Aufklärung ist der beste Verfassungsschutz
Rassismusvorwürfe gegen Bundespolizei häufen sich
Rassismus-Welle im europäischen Fußball
Die Kleine Hexe, ohne Rassismus
 

 

 

04.01.2013

www.netz-gegen-nazis.de/dokument/04012013-presseschau-8387

 

Kinderturnen mit Neonazis: Rechtsextreme in Sportvereinen
Migrantenverbände machen sich für NPD-Verbot stark
Verführbare Soldaten: Rechtsextremismus in der Bundeswehr
NSU: Brisante Spuren in Brandenburg
Göppingen: Wohlfühlort für Nazis
Brandenburg: Gewaltverherrlichende Musik indiziert
Initiativen fordert NSU-Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern
Rangelei bei Neonazi-Prozess: Rechte Sympathisanten bedrängen Reporter
Immer mehr militante Rechtsextremisten
Neonazi-Sängerin fliegt aus Essener Karnevalsverein
Hetze zu verkaufen: Der Neonazi-Versandhandel "antisem.it"
Berlin: Rassistischer Übergriff in Ku'damm-Disko
"Lunikoff"-Auftritt in Vilnius

 

 

03.01.2013

www.netz-gegen-nazis.de/dokument/03012013-presseschau-8385

 

Straßburger Gerichtspräsident verweist auf Hürden bei NPD-Verbot
Geschmacklos, aber nicht strafbar: Freispruch im Prozess um Pink-Panther-Lied
Neonazi-Sängerin schockt Karnevalsverein in Essen-Kupferdreh
NSU-Terror: Verfassungsschutz in Baden-Württemberg sieht sich zu Unrecht am Pranger
VS und NSU: Virtuelle Aufklärung – mangelhaft
Magdeburg Nazifrei
Konzert mit Folgen: Wie Veranstalter unwissentlich eine Rechtsrock-Band buchten
Bergkamen: Nazi-Demo soll nachgeholt werden
Hirsch-Q-Überfall in Dortmund: Festgenommene sind laut Polizei keine bekannten Neonazis
Berlin: Kein Geld mehr für NPD-Beobachter?
NSU-Unterstützerumfeld bereitet Neonazi-Festival vor
Bayern: "Dreikönigstreffen" bei der NPD
Hat der BVB ein Neonazi-Problem?
 

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